Archive for the ‘Lifehope’ Category

Geld – Als Christ der größte Götze?

Monday, November 14th, 2011

Hier bei OM werden wir mit allen möglichen Christen konfrontiert. Dazu gehören auch alle möglichen verschiedenen Auffassungen. Nicht selten passiert es, dass man beim dem Thema Geld folgende Statements zu hören bekommt:

  • Wir Christen sollen uns von der Welt unterscheiden.
  • Wir dürfen die Welt nicht lieben, also auch nicht das Geld.
  • Die kommerzielle Welt ist nicht die unsere.
  • Man gebe dem Staat was dem Staat gehört und Gott was Gott gehört.

All diese Statements in der Bibel sind nicht wirklich klar formuliert, noch sagen sie etwas über den Umgang aus. Doch werden sie häufig benutzt wenn es darum geht wie wir Christen mit Besitz/Kapital und Geld umgehen. Insbesondere dann, wenn es darum geht “bescheiden”, “einfach” und “demütig” zu sein. Diese Begriffe werden gerne dazu verwendet, dass es sowas wie “christliche Armut” gibt – oder politisch gesprochen “christlichen Kommunismus”. Dr. Deichmann hatte dazu auch einmal etwas schönes Geschrieben, “die linken Christen.” (http://www.predigtpreis.de/predigtdatenbank/newsletter/article/predigt-ueber-lukas-169.html)

Ich selbst muss gestehen: Ich mag Geld. Ich mag es zu haben, darüber zu reden und mich damit zu beschäftigen. Ist mein Denken/Verhalten nun unchristlich?

Am letzten Sonntag haben wir eine Predigt dazu gehört wie wir uns für Gott einsetzen können. Ein relativ häufig behandeltes Thema. Ein Statement blieb mir aber im Gott: “Auch durchs Geld verdienen konnten wir diese Kirche hier aufbauen/finanzieren”. Und damit wurde mir unmissverständlich klar: Geld ist nicht nur etwas was wir als Götze, Gefahr und “von dieser Welt” ansehen können. Es ist vielmehr und insbesondere auch ein Geschenk von Gott mit welchem es uns ermöglicht wird, uns universell für ihn einzusetzen. Dank des Geldes können wir uns für Gott einsetzen, ganz egal was wir tun. Wir müssen um eine Kirche aufzubauen keine Maurer mehr sein – wir können auch einen Maurer bezahlen. Diese Beispiel lässt sich auf vieles übertragen, was es aber raussagt: Geld als Handelsmittel ist universell einsetzbar – auch christlich.

Wir sollten also nicht direkt alles was kommerziell/finanziell gedeutet werden kann automatisch als Götze und Abkehr von Gott deuten, sondern können dies auch als Chance sehen sein Königreich auf Erden aufzubauen.

Die Arbeit hier!

Monday, November 7th, 2011

Hier nun ein Teil meines Rundbriefes (wer auf die Liste möchte, bitte einfach kurz ne email an ralph.kuepper@om.org)

Mein Team hat sein Haus bezogen. Ich bin der einzige Kerl in meinem Team, neben einer Britin, einer Amerikanerin und einer aus Paragruay (deutsche Community dort). In unserem Haus lebt noch ein anderes Team (2 Kerle, ein Mädel).

Wir leben nun in Hasbury (Stadtteil von Halesowen, nähe Birmingham) und wir unterstützen drei Kirchen. “Hasbury Christian Fellowship” (keine Ahnung wie das in Deutschland genannt werden würde) und zwei Methodisten Kirchen. Methodisten sind im Vergleich zu uns Baptisten in Deutschland schon sehr traditionell und altmodisch könnte man sagen. Es werden viele Hymnen gesagt und gesungen und es gibt einen relativ strengen Ablauf des Gottesdienstes.

Dies ändert allerdings nichts an der unglaublichen Gastfreundschaft und liebe vollen Art der Menschen dort! Wir besuchen hauptsächlich Seniorenevents in allen 3 Kirchen. So zum Beispiel auch gestern das “Drop In”. Ein Event, zwar nicht explizit für Senioren, aber dennoch von vielen etwas älteren Menschen besucht.

Eine der witzigsten Dinge hier für mich ist dass ich mich langsam zum Tischtennis-Trainer für die alten Leute entwickel. Es mag verrückt klingen, aber ich spiele gegen eine 91-Jährige (!!) Tischtennis und sie ist MINDESTENS genauso gut wie ich. Total krass! Und dann gestern hatte ich noch gegen einen anderen älteren Herren (sicherlich auch Ende 80, Anfang 90) gespielt. Dieser hat mich dann in zwei Spielen ZWEIMAL BESIEGT. Es ist unfassbar, aber macht total viel Spaß! Und die Menschen sind einfach sehr herzlich in den Gemeinden!

Desweiteren machen wir Dienstags immer Door2Door. Sprich wir gehen von Tür zu Tür und fragen die Menschen nach ihrem persönlichen Glauben. Interessant ist hierbei der Fakt dass es in England wohl kaum Klingeln gibt. Meistens muss man wirklich an den Türen klopfen. Und die Menschen hören das auch noch … faszinierend.

Lustig war es als wir bei unserer Ministry-Leaderin an der Tür klopften (unabsichtlich). Sie lud uns daraufhin auf einen Tee ein (hier gibts ÜBERALL UND IMMER Tee! total hammer!).

Wir starten hier auch eine neue Jugendgruppe. Für die 16 bis 26 Jährigen gibt es nämlich hier nichts in den Kirchen. Für alte Leute gibt es alles mögliche, aber nichts für Junge Menschen. Deswegen treffen wir uns jetzt Sonntag Abends und machen soetwas ähnliches wie bei Horst. Mir gefällt diese neue Jugendgruppe am meisten. Da haben wir auch Kontakt zu “normalen” jungen, gleichaltrigen Menschen aus der Gesellschaft hier. Sind auch sehr coole junge Menschen dabei.

Nunja, ich hoffe diese Geschichten geben euch Anreiz genug mal einfach anzurufen oder vorbei zu kommen – ich hab noch so viel mehr zu erzählen. :)

Teamlife

Monday, October 3rd, 2011

So, wir sind nun vor einer Woche ins Teamhaus gezogen. Blackberry Lane heißt die gute Straße und mit 7 Leuten leben wir hier. Ich hab mal ein paar Bilder angehängt. Das Zusammenleben klappt soweit ganz gut, nur fehlt uns noch ein Bett (einer schläft auf dem Boden mit Matratze) und 2 Schränke.

Die Kirchen haben wir jetzt auch etwas genauer begutachtet. Waren bisher bei 2 Seniorengruppen und ein paar Jugendgruppen. Bisher gucken wir uns nur alles an, die nächsten Wochen wird es dann aber an die Mitarbeit gehen.

Englisches Brot

Wednesday, September 28th, 2011

Ich habe in den vergangenen Tagen verschiedene englische Brotsorten getestet. Das Ergebnis ist erschreckend einfach: Obwohl alle Brotsorten verschieden aussehen und teilweise auch dezent anders schmecken, schmeckt all dieses Brot verglichen mit deutschem Brot einfach scheiße.

Es ist eine billige Pampe die sich kaum essen lässt … mehr lässt sich dazu nicht sagen.

Adventure-Week

Tuesday, September 20th, 2011

Hier ein paar Fotos unserer Adventure-Week in Wales. Wir sind einen Berg hinaufgestiegen (der Schweizer sagt es wäre nur ein Hügel ;) ) und das mit unseren Wasserdichten Hosen und som Zeug alles … Wales ist wirklich ein nasser Fleck Englands ;)

Halesowen

Tuesday, September 20th, 2011

Ich lebe hier in Halesowen, einer kleineren Stadt in England, West Midlands. Die Stadt hat 55.000 Einwohner und ist nur etwa 10km von Birmingham entfernt. Ich habe mal ein paar Bilder von der Stadt hochgeladen.

Letzten Sonntag waren wir in der Baptist Anglican Church hier und es durchaus interessant. Sehr steifer Ablauf des Gottesdienstes mit vielen vorgelesenen Passagen (wenig freies Sprechen), doch der Prediger hatte durchaus Ausstrahlung und wirkte engagiert. Auch die Menschen in dieser Kirche waren sehr freundlich und angetan. OM hat hier sowas wie eine besondere Stellung. “You are from OM? Very welcome here!” ;-)

Englische Pünktlichkeit

Friday, September 9th, 2011

Ich dachte ja schon immer dass wir Deutsche mehr als pünktlich sind. Die Engländer sind allerdings noch viel krasser! So ist es wenn jemand in einem Programm (Seminar beispielsweise) 5 Minuten überzieht, die Pause natürlich 5 Minuten kürzer ist und man auf die Minute genau anfängt. So schlimm hab ich das in Deutschland selten erlebt.

Missionszwang

Wednesday, September 7th, 2011

Irgendwie muss ich hier mal gerade meinen Frust darüber ablassen dass bei OM leider viele Missionare sind, welche von sich selbst auf andere übertragen man müsste Vollzeitlich und Lebenslänglich als Missionar arbeiten um Gottes Ruf zu folgen. Desweiteren bekomm ich bei vielen dieser Menschen das Gefühl dass sie von oben auf einen herabschauen, als wären sie etwas wie “bessere Christen” oder so.

Ich find Mission super wichtig und will es mein Leben lang machen, aber ob das bei OM sein wird oder wie auch immer das aussieht ist doch auf einem ganz anderen Blatt geschrieben. Natürlich meinen diese Menschen das nicht so – ist mir schon klar – dennoch wirkt es manchmal ein wenig so …

Fürsorgliche Amerikanerinnen

Wednesday, September 7th, 2011

Ich bin seit etwa 2 Tagen etwas erkältet und habe eine leichte Grippe. Es erstaunt mich wie freundlich die anderen hier sind. Ich werde täglich von den zwei Amerikanerinnen darauf angesprochen ob es mir besser geht und mir wurden schon Vitamine angeboten. Naja, ich bevorzuge Äpfel. ;) Die Amerikanerinnen sind hier für 2 Jahre im Bereich Personal und Finance. (sind auch schon älter als ich)

Trip nach Birmingham

Tuesday, September 6th, 2011

Gestern war ich mit einem Israeli in meinem Team in Birmingham. Wir haben uns UK-Simkarten besorgt. Ging relativ problemlos, nur dass die Sim fürs iPhone 4 10 Pfund mehr kosten. Glücklicherweise konnte ich mit meinem Samsung eine normale Sim nehmen. Ansonsten haben wir noch Fish’n’Chips gegessen.

Birmingham selbst ist eine sehr schöne englische Stadt. Gute Verkehrsanbindung und auch vernünftige Stadtführung. Die Menschen sind auch ziemlich nett. Ein alter Mann konnte uns so immerhin genau zur Innenstadt führen – wir hatten keine Ahnung wo wir waren vorher.

Was etwas verwirrend ist, dass die Busfahrer kein Wechselgeld geben – so gingen 40 Pense flöten ;) Naja nicht so viel Geld, aber trotzdem ärgerlich ..